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Goldener Meisterbrief für Herbert Manecke

Mit dem Goldenen Meisterbrief zeichnete Heinz-J. Kuhles (rechts) Herbert Manecke im Beisein seiner Ehefrau Erika aus.
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Was bitte macht ein Zahntechniker? Heute dürfte die Antwort nicht schwierig sein. Doch vor 50 und mehr Jahren hätte die Frage wohl eher Kopfschütteln hervorgerufen. Und niemand hätte sich gewundert, wenn jemand gesagt hätte: „Zahnradhersteller im Maschinenbau“.

Herbert Manecke hat sich nicht davon abschrecken lassen, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg diesen Beruf zu ergreifen. Er absolvierte die Ausbildung und machte schließlich sein Meisterstück. Am 4. Juli 1958 bestand er die Meisterprüfung. Gestern erhielt er den Goldenen Meisterbrief.

Herbert Manecke stammt aus einer Bauernfamilie in Ladbergen. Wegen einer schweren Kriegsverletzung konnte er nur noch sitzende Arbeit verrichten. Er entschied sich, Ende der 40er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Lehre im Zahntechnikerhandwerk bei Hugo Butterscheid in Borghorst anzutreten. Die tägliche Fahrt dorthin absolvierte der junge Manecke mit dem Fahrrad oder einem kleinen Motorrad. Die Berufsschule besucht er in Bielefeld.

Nach verschiedenen Arbeitsstellen in Münster und Osnabrück folgte vom Herbst 1957 bis Sommer 1958 der Besuch der Meisterschule in Köln, wo Herbert Manecke die Prüfung mit Erfolg ablegte.Nur wenige Monate später, am 1. September, gründete er seinen eigenen Betrieb, das erste zahntechnische Labor im damaligen Kreis Tecklenburg.

„In der Anfangszeit erfolgte die Herstellung von Zahnersatz unter primitiven Bedingungen auf einem Gartentisch“, erinnert sich Herbert Manecke.Das Geschäft florierte und schon bald wurde in einem Anbau ein neues Labor eingerichtet. Die Zahl der Arbeitsplätze erhöhte sich von acht auf zwölf. In seiner Laufbahn bildete Manecke 18 Lehrlinge aus, darunter auch seine beiden Söhne.Alle männlichen Auszubildenden seiner letzten Berufsjahre absolvierten die Meisterprüfung und wagten den Sprung in die Selbständigkeit. Am 1. Januar 1990 übergab Herbert Manecke den Betrieb an seinen Sohn Klaus-Jürgen, der zusammen mit dem langjährigen Mitarbeiter Ralf Niggenaber 1994 die heutige Manecke Zahntechnik GmbH gründete.

In einer Feierstunde überreichte Heinz-J. Kuhles, Ehrenobermeister der Zahntechniker-Innung Münster, gestern den Goldenen Meisterbrief an Herbert Manecke. Er ließ noch einmal Revue passieren, wie in alten Zeiten Ring-Deckel-Kronen oder Richmondkronen erstellt wurden und erinnerte an andere vergessene Techniken wie das Schmelzen bei offener Flamme oder das Gießen mit der „Ein-Hand-Schleuder-Technik“.Aus den bescheidenen Anfängen sei, auch dank der Unterstützung von Ehefrau Erika, ein florierender Betrieb geworden.Heinz-J. Kuhles wünschte dem Gold-Jubilar Herbert Manecke bestes Wohlergehen und der Manecke Zahntechnik GmbH eine erfolgreiche Zukunft.